Warum gehen Influencer auf Deine Performance Deals nicht ein?
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Warum gehen Influencer auf Deine Deals nicht ein?

Influencer Deals

Warum gehen Influencer auf Deine Deals nicht ein?

Wieso gehen die meisten Influencer nicht auf Deine Deals ein?

Diese Deals kennt man zum Beispiel von Amazon mit den Affiliates. Nur, wenn ein Verkauf stattfindet, erhält der Influencer die vereinbarte Provision. Unternehmen schlagen Content Creator wirklich interessante Deals vor. Da sind manchmal Provisionen in Höhe von 30 % zu bekommen, je nach Produkt, Nische oder Unternehmen. Auch 50 % sind nicht unüblich. Als Creator denkt man jetzt, ein Produkt kostet zum Beispiel 150 Euro, 50 % Provision, dann bekommt man 75 Euro. Das wäre doch für den Influencer oder Micro-Influencer interessanter, anstatt eine Kooperation einzugehen, für die er zum Beispiel 200 Euro bekommt? Und das Unternehmen weiß letztendlich, je mehr Provision gezahlt wird, desto mehr Verkäufe hat der Influencer generiert.

Ich habe mittlerweile mit ein paar hundert Creator gesprochen und sie gefragt, ob sie auf Performance Deals eingehen oder warum sie es nicht tun. Sie haben mir bestätigt, was ich bereits hier im Influently Podcast erzählt habe. Nicht jeder Kunde oder Mitglied der Community kauft ein Produkt, das er im Social-Media-Kanal des Influencer sieht. Im Online-Marketing müssen über 60 Kontakte mit einem Produkt, mit einer Person in Verbindung gebracht werden, bevor das Produkt tatsächlich gekauft wird. Und das kommt nicht von mir, das sagen erfolgreiche Online-Marketer. Das liegt daran, dass der Markt in vielen Bereichen einfach gesättigt ist. Das sehen wir zum Beispiel auf Instagram, es gibt so viele Produkte, wofür sollen wir uns entscheiden? Content Creator müssen ein Produkt also immer wieder vorstellen, um es zu verkaufen und daran zu verdienen. Der Influencer oder Micro-Influencer steckt sehr viel Zeit rein, um Bilder, Stories oder Video Content zu machen. Ein Resultat, also ein Verkauf, generiert er eventuell erst nach sechs Monaten, solange geht er in Vorkasse. Daher geht er so einen Deal nicht ein. Das liegt nicht am Produkt oder dem Unternehmen, das kann sehr interessant für ihn sein, sondern der Deal passt nicht dazu, wie er sich Influencer-Marketing vorstellt und was zu ihm passt. Zum Ende der Folge gebe ich Euch natürlich eine Lösung mit, wie Ihr als Influencer, Micro-Influencer vorgehen könnt oder als Unternehmen, um erfolgreiche Influencer für Euch zu gewinnen.

Ein Beispiel ist auch der Reisebereich. Ein Hotel bucht eine Kooperation mit einem Creator. Der ist vor Ort, zeigt alles und kommuniziert mit seiner Community. Jetzt buchen die Mitglieder seiner Community aber nicht sofort. Die meisten von uns müssen ihren Urlaub lange planen, mit dem Arbeitgeber und den Kollegen abstimmen, eventuell Schulferien berücksichtigen. Sie buchen also erst sechs Monate oder ein Jahr später. Wenn der Influencer einen Performance-Deal gemacht hat und hat eine Beteiligung für die Buchung vereinbart, dann erhält er diese erst nach sechs Monaten oder einem Jahr. Vorausgesetzt, der Influencer wird überhaupt nochmal vom Unternehmen kontaktiert. Als Unternehmen solltet Ihr beim Influencer-Marketing auf jeden Fall ehrlich und gerecht mit dem Influencer oder Micro-Influencer umgehen.

Wenn der Creator erst nach einem Jahr eventuell eine Beteiligung erhält, ist es klar, warum er auf diesen Deal nicht eingeht.

Du gehst ja auch nicht in einen Supermarkt, nimmst ein Produkt und zahlst es erst, wenn es Dir schmeckt. Oder leihst Dir bei der Bank Geld für die Gründung Deines Start-up und zahlst es nur zurück, wenn es erfolgreich ist. Beim Influencer-Marketing ist es dasselbe. Das Unternehmen kauft hier hochwertigen Content vom Influencer, Stories, Bilder oder Videos, die er auf seinem Instagram oder Facebook Account postet und seiner Community präsentiert, und das Unternehmen zahlt vorher, nicht erst, wenn es funktioniert.

Aus meiner Sicht solltet Ihr als Unternehmen, wenn Ihr eine Kooperation mit Influencer eingeht, nicht direkt an einen schnellen Return on Investment denken. Online-Marketing mit Content Creator funktioniert nicht wie Social Ads, wie Instagram oder Facebook Ads, wo Ihr Werbung schaltet und für einen Euro Einsatz zwei Euro rausbekommt. Ich erinnere mich an das erste Gespräch mit einem Kunden, den wir von Influently beraten haben. Er war sehr erfolgreich bei Amazon, aber mit seinem Online Shop oder seinem Brand hat er sich noch nicht etabliert. Obwohl er mehrere Millionen Umsatz macht, war seine Marke nicht bekannt. Ich habe ihm Influencer-Marketing angeboten und er wollte wissen, wie viel er für das investierte Geld wieder rausbekommt. Du solltest nicht an den Return on Investment denken, sondern an die Markenbekanntheit. Bis der Return kommt, dauert es eine gewisse Zeit, aber Du wirst ihn kriegen.

Stelle Dir die Frage: Was ist Dir im Moment wichtig?

Ist Deine Markenbekanntheit wichtig? Deine Anerkennung nach außen?

Oder ist es Dir wichtig, schnell Geld zu verdienen?

Wenn Du schnell Geld verdienen willst, ist Influencer-Marketing nicht das Richtige.

Content Creator sind für Deine Markenbekanntheit unverzichtbar in der Social Media Welt, in der Marketingwelt. Darauf sollte der Fokus liegen. Mit langfristigen Kooperationen kannst Du viel erreichen etablierst Deine Marke, Deinen Brand und erlangst sehr wertvolle Markenbekanntheit.

Ich hatte ein cooles Gespräch mit einem Unternehmen im Supplement Bereich, Foodspring, die sehr erfolgreiches und sehr gutes Influencer-Marketing machen. Vielleicht habt Ihr es mal auf Instagram gesehen. Sie haben auf Markenbekanntheit gesetzt, viele gute, auch große Influencer mit großen Reichweiten für Kooperationen gewonnen und Ihr Unternehmen aufgebaut. Später haben sie das Unternehmen für 250 Millionen an Mars verkauft. Das nenne ich mal einen Return on Investment.

Jetzt zur Lösung, die ich Euch versprochen habe. Wie kann ich dafür sorgen, dass beide Seiten zufrieden sind? Influencer und Unternehmen.

Wir machen mit Unternehmen, mit denen wir bei Influently zusammenarbeiten und die wir beraten, so eine Art affiliate Provision. Die Influencer bekommen je nach Content oder Nische jeden Monat eine fixe Summe für Stories und Postings. Darüber hinaus bekommen sie nochmal eine Beteiligung an Affiliates. Man zeigt, dass man dem Influencer vertraut und der Influencer fühlt seine Arbeit wertgeschätzt und anerkannt. Ist ein Influencer nicht verhandlungsbereit und möchte nur das Geld, würde ich die Kooperation noch einmal überdenken, denn dann wird eine Kooperation nicht erfolgreich und es bringt Euch als Unternehmen nichts, um Eure Marke bekannt zu machen.

Es muss für beide Seiten passen, wenn beide Seiten zufrieden sind, folgt eine erfolgreiche Kooperation.

 

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