Die Rollen der Influencer in einer Person - Influently
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Die Rollen der Influencer in einer Person

Die Rollen der Influencer in einer Person

Die Rollen der Influencer in einer Person

Viele denken, Influencer machen ja gar nichts. Sie machen nur ein Bild, machen ein Video, posten das und das ist alles. Ist das tatsächlich so? Was müssen sie tatsächlich alles leisten, um ihren Job perfekt zu machen? Welche Kenntnisse müssen sie haben oder sich aneignen?

„Creator machen nur ein Bild oder Video und haben viel Freizeit.“

Das stimmt ganz und gar nicht. Influencer müssen für ihren Erfolg sehr viel Wissen und Zeit investieren. Es ist nicht unüblich, dass sie bis zu 70, 80 Stunden in der Woche arbeiten. Vergleicht man die Arbeit der Creator mit einem Unternehmen, würden dort vier oder fünf Leute diese Arbeit machen. Der Influencer macht das alles alleine. Er hat sehr viele verschiedene Rollen zu erfüllen. Welche, darauf gehe ich heute detailliert ein.

Influencer müssen kreativ sein.

Wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung vermarktet werden soll, sitzen Agenturen, Digital Agenturen oder Social Media Agenturen, meistens mit mehreren Leuten zum Brainstorming zusammen, um Kampagnen auf den Weg zu bringen.

Auch Content Creator müssen sich zunächst Gedanken machen, was die Community benötigt und wie es verpackt wird, damit es auch gut ankommt. Das ist schwierig und erfordert viel Arbeit.

Influencer sind Datenanalysten.

Wie wird ein Post, ein Bild oder ein Video, von der Community angenommen? Welche Interaktionen wurden generiert? Warum wurde ein Bild zum Beispiel nicht so gut angenommen, weniger kommentiert? Die Insight werden genau analysiert, damit der Creator seinen Content weiter verbessern kann und den besten Mehrwert für seine Community bietet. Die Insights sind sehr relevant beim Influencer-Marketing. Das wissen auch die Unternehmen, die Influencer suchen. Die schauen sich die Insights der Influencer an und entscheiden dann, ob sie eine Kooperation eingehen.

Produkte oder Dienstleistungen werden vermarktet.

Das Wort „verkaufen“ ist leider schlecht angesehen. Aber Influencer-Marketing ist ein Verkaufen. Der Influencer als Vermarkter eines Produktes oder einer Dienstleistung. Jeder von uns ist im Prinzip Verkäufer, jeden Tag. Wir verkaufen nicht nur Produkte, sondern Meinungen oder uns selbst in der Sozialakquise, als Bewerber oder als Führungskraft, der Ziele und Wünsche vermarktet. Auch Unternehmen verkaufen Ihre Marke mit Creator, beispielsweise beim Social Recruiting, wenn sie Nachwuchskräfte gewinnen wollen. Mit diesem spannenden Thema Nachwuchskräftegewinnung mit Influencer beschäftigen wir uns bei Influently ganz intensiv, das könnt Ihr gerne auf unserer Homepage anschauen. Der Link steht in den Shownotes.

Die Rolle des Influencer als Produktentwickler.

Wir sehen es bei Influently immer wieder, dass Influencer mittlerweile auch Produkte entwickeln. Der Influencer bietet zum Beispiel eine To-Do Liste an, die hat er ja nicht irgendwo fertig gekauft, sondern er hat die selbst entwickelt, sie trägt seinen individuellen Touch. Und seine Community sieht, der hat sich wirklich Mühe gegeben und viel Arbeit reingesteckt, damit sie das bestmögliche Produkt bekommen. Das können aber auch Produkte sein, wie selbst hergestellter Schmuck, Ohrringe oder Ketten, was auch immer. Aber auch kreative Designs, wie beispielsweise bei About You, die eine Kooperation mit Lena Gercke haben. Sie hat mittlerweile eine eigene Marke aufgebaut, die Millionen Umsätze macht. Das macht sie in Zusammenarbeit mit den Designern von About You und ist somit Produktentwicklerin und Designerin in einer Person.

Der Copywriter

Immer mehr Influencer schreiben Mini-Blogs mit relevantem Mehrwert unter ihre Bilder und veröffentlichen sie auf Instagram oder anderen Social Media Kanälen. Bevor sie ein Bild machen oder ein Video aufnehmen, müssen sie sich erst einmal Gedanken machen, was sie sagen wollen, welche Information im Video oder Podcast rüberkommen soll. Das heißt, sie sind Copywriter, schreiben Texte, mit denen sie die Community abholen.

Influencer sind Models.

Unternehmen machen heutzutage Fotoshootings mit professionellen Bildern mit dem Influencer für ihre Homepage oder für Kataloge. Professionelle Models werden dafür seltener genutzt, denn der Influencer ist viel näher an seiner Community dran. Die Unternehmen nutzen die Reichweiten, das zeigt sich auch darin, dass Content Creator auch auf Laufstege eingeladen werden. Ein Content Creator zum Beispiel im Bereich Bekleidung oder Lifestyle lockt damit mehr Besucher an, was die Unternehmen erkannt haben. Das ist aber nicht auf diesen Bereich beschränkt.

Der Influencer als Fotograf und Videoproducer.

Ich schätze, 90 Prozent der Influencer machen alles selbst. Sie nehmen ein Video auf, zum Teil mit mehreren Kameraperspektiven, schneiden sie und peppen sie soweit auf, dass das bei YouTube gut ankommt. Ich habe schon Videos in Kinoqualität gesehen, eine Wahnsinnsarbeit. Auch die Bilder bearbeiten sie selbst. Unternehmen stellen dafür mehrere Leute ein, was der Influencer alleine macht.

Influencer sind Content Creator

Sie erstellen hochwertigen Content für ihre Community und bauen eine Reichweite auf und vergrößern sie.

Netzwerker.

Ein Influencer muss sich ja erstmal bekannt machen. Dazu gehört das Netzwerken. Sie fahren auf Netzwerkveranstaltungen und Netzwerken mit ihrer Community.

Netzwerken als Teil der Interaktion.

Viele Influencer machen nicht nur eine Story, sie machen mehrere Stories. Da sind wir an dem Punkt, wo der Content Creator natürlich Nachrichten auf seine Story bekommt. Es gibt Influencer, die tatsächlich jeden Tag über 100 Nachrichten in der Inbox haben. Wenn Influencer in enger Kommunikation mit ihrer Community stehen, schreiben sie nicht irgendetwas. Sie beschäftigen sich mit den Nachrichten und beantworten sie sehr sorgfältig. Diese Interaktion ist enorm wichtig und dabei vergehen schnell eine oder zwei Stunden intensiver Arbeit.

Beim Influencer-Marketing sind Marketing Strategen notwendig.

Diese Rolle hat der Influencer auch in sich. Er muss sich Gedanken machen, was und wie am besten ankommt. Dazu braucht er Marketing Kenntnisse. Hat er sie nicht, muss er sich damit beschäftigen und sie sich aneignen. Als Marketing Strategie sorgt er dafür, dass die Community darauf reagiert, was er tut.

Trend Analyst und Trend Setter

Gerade die jüngere Generation schaut sich den Influencer genau an, was trägt er für Kleidung? Wenn es um den Bereich Bekleidung geht, schaut diese Generation nicht mehr in Fachmagazine. Beschäftigt sich der Content Creator nicht mit Trends und zeigt diese selbst in seinen Posts, wandert die Community ab und geht dorthin, wo sie einen besseren Mehrwert für sich sieht. Der Influencer muss sich also mit Trends beschäftigen, Trends erkennen und zeigen oder wird oft auch selbst zum Trendsetter. Viele gehen nachhaltig damit um, machen ihre Community darauf aufmerksam, wie wir mit unserer Umwelt umgehen. Auch viele Unternehmen arbeiten daran, nachhaltige Bekleidung anzubieten oder Kleidung, die man zurücksenden kann, die dann wieder aufbereitet wird. Ich hoffe, dass sich dieser Bereich noch weiter entwickeln wird.

Jeder Influencer ist ein Community Manager und macht Support Arbeit.

Ich habe es schon öfter erlebt, dass der Influencer angeschrieben wird, wenn ein Produkt nicht den Vorstellungen entspricht. Jemand aus der Community hat ein Produkt beim Content Creator gesehen und hat es gekauft. Als dann die Lieferung verspätet kam oder es nicht dem versprach, was er sich vorgestellt hat, wurde nicht das Unternehmen, sondern der Influencer angeschrieben. Oder sie haben viele Fragen zum Produkt. Das ist ja Aufgabe des Unternehmens, darauf zu antworten. Aber der Content Creator macht hier viel Support Arbeit, antwortet, vermittelt zum Unternehmen, kümmert sich. Er managed zwischen Community und Unternehmen.

Influencer sind ihre eigenen Buchhalter.

Meistens sind Influencer selbstständig. Sie müssen also auch ihre Buchhaltung selbst machen, Rechnungen schreiben, Zahlungseingänge prüfen oder nachfassen, wenn die Rechnung nicht bezahlt wurde. Influencer leben von ihrer Arbeit und sind darauf angewiesen, dass sie ihr Geld auch bekommen. Ich denke, wenn man gute Arbeit leistet und ein Unternehmen die Leistung des Content Creator in Anspruch nimmt, dann sollte er selbstverständlich auch bezahlt werden.

Der Influencer wird größer, ist Unternehmer und Geschäftsführer.

Auch bei Influently sehen wir immer wieder, dass Influencer sich zu Unternehmen entwickeln, ein Unternehmen aufbauen und Mitarbeiter einstellen, eventuell mehrere Produkte entwickeln und Onlineshops betreiben. Das ist immer mehr im Kommen und das macht der Content Creator alles alleine, ist Unternehmer und Geschäftsführer.

Die Rollen des Influencer beim Influencer-Marketing.

Das waren jetzt schon ein Menge Rollen, die ein Content Creator hat. Es gibt sicherlich noch mehr. Wenn man sich die Aufgaben anschaut, sieht man schnell, dass Unternehmen dafür mindestens vier oder fünf Leute einstellt. Der Content Creator macht das ganz alleine.

Mit diesen Informationen aus dem Influently Podcast seht Ihr, der Content Creator hat nicht viel Freizeit, wenn er Influencer-Marketing ernsthaft und gewissenhaft betreibt. Man sieht meistens nur die Außenfassade. Macht man sich die Mühe und blickt dahinter, sieht man ganz schnell, was wirklich an Arbeit drinsteckt. Arbeit, die man wertschätzen sollte.

Wenn Du Influencer bist, dann teile bitte diese Folge mit allen Content Creator, die Du kennst und wo Du sagst: Hier ist jemand, der unsere Arbeit wertschätzt. Und das solltet Ihr auch mit Unternehmen teilen, die Eure Arbeit nicht wertschätzen. Kopiert einfach nur den Link dieser Podcast Folge # 163 und verschickt diese Folge. Dann können die reinhören oder auf YouTube das Video sehen und jeder kann sich damit auseinandersetzen und sich informieren, wieso Content Creator bestimmte Summen für die Kooperation ausrufen.

 

Ich freue mich, wenn Du meine Arbeit hier wertschätzt und Deine Bewertung abgibst. Wie Du einen Podcast bewertest, das zeige ich Dir hier. Mein persönliches Dankeschön an Dich: Dein Account verlinkt in den Shownotes unter dem Influently Podcast.

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